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SEO Backlink Analyse Backlinks checken in 6-Schritten

SEO Backlink Analyse: Backlinks checken in 6 Schritten

Backlinks sind auch 2026 noch relevant und Linkbuilding bleibt eine wichtige Säule der Suchmaschinenoptimierung. Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten wie Googles AI Overviews zeigt sich allerdings ein verwandtes Signal als stärker: In einer Ahrefs-Auswertung von 75.000 Marken hingen Nennungen in AI Overviews rund dreimal so eng mit Erwähnungen der Marke im Web zusammen wie mit der reinen Zahl der Backlinks.1 Eine gründliche Backlink Analyse zeigt deshalb auch, wo und wie Deine Marke genannt und verlinkt wird.

Um gezielt Links aufzubauen, braucht es zuerst eine ausführliche Backlink Analyse. Dieser Artikel gibt Dir einen Überblick, was ein Backlink Audit ist, wann Du einen durchführen (lassen) solltest und welche Daten dabei untersucht werden - und was Du mit den Ergebnissen in Deiner Linkbuildingstrategie anfängst.

Backlink Analyse - das Wichtigste in Kürze

Worum es geht: Ein Backlink Audit zeigt, welche Links auf Deine Domain zeigen, wie stark das Backlinkprofil im Vergleich zum Wettbewerb ist und wo Risiken oder Potenziale liegen.

  • Wann prüfen: vor jedem Linkbuilding, nach einem Sichtbarkeitseinbruch und regelmäßig im Monitoring.
  • Die 6 Schritte: Ziel festlegen, Profil überblicken, mit Wettbewerbern vergleichen, schädliche Links erkennen, Backlink Gaps finden, Maßnahmen ableiten.
  • Werkzeug-Regel: Kein Tool erfasst alle Backlinks - für Vergleiche immer dasselbe Tool nutzen.
  • Disavow 2026: nur noch im Ausnahmefall, etwa bei einer manuellen Maßnahme - Google entwertet unnatürliche Links überwiegend selbst.2

Mit einem Backlink Audit überprüfst Du die Backlinks der eigenen Domain oder eines Wettbewerbers - meist werden beide Ansätze für ein vollständiges Bild kombiniert.

Das Ergebnis ist ein Überblick über das Backlinkprofil einer Domain (alternativ einer Subdomain, eines Verzeichnisses oder einer einzelnen URL) und eine Bewertung dieses Profils, aus der sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten.

Die Werkzeuge dafür sind heute gut zugänglich: Den kostenlosen Einstieg liefert der Linkbericht der Google Search Console (er zeigt die von Google selbst erfassten Backlinks); für Wettbewerbsvergleiche, historische Daten und Qualitätsmetriken arbeiten wir mit Ahrefs und Semrush.

Bei uns in der Agentur ist der Backlink Audit Bestandteil der vollständigen SEO Analyse (auch OffPage SEO Analyse genannt). Ein Audit kann einmalig einen Status ermitteln, sollte aber regelmäßig wiederholt werden - besonders die Analyse der Wettbewerber-Backlinks lohnt sich in festen Abständen, um neue Potenziale und Veränderungen in der Branche zu erkennen.

Warum ist ein Backlink Audit sinnvoll?

Ein Backlink Audit kann verschiedene Aufgaben erfüllen:

Ermittlung des Status Quo

Der Audit beantwortet in erster Linie die Frage: Wie sieht das Backlinkprofil aus? Ist es ein starkes Profil mit guten Backlinks - oder gibt es viele potenziell schädliche Links? Der Status Quo lässt sich für die eigene Domain wie für Wettbewerber ermitteln, etwa zur Frage: „Warum rankt der Competitor besser als ich?“

Analyse der Gründe für eine Penalty oder eine Abwertung

Sinkt die Sichtbarkeit innerhalb kurzer Zeit erheblich, liegt der Verdacht nahe, dass die Domain abgewertet oder abgestraft wurde. Backlinks sind weiterhin ein wichtiger Rankingfaktor: Gute Links verbessern die Sichtbarkeit, zu viele schlechte können ihr schaden. Die Analyse des Backlinkprofils rund um die Penalty zeigt, ob schädliche Links eine Ursache sind - auch der Blick auf die letzten Algorithmus-Updates liefert Erklärungsansätze.

Identifikation von Potenzialen

Warum ranken Wettbewerber so gut? Woher haben sie ihre Backlinks, welche Strategie steckt dahinter? Die Backlink Analyse zeigt Potenziale für das eigene Linkbuilding oder die PR-Arbeit auf - mögliche Kooperationspartner etwa oder Presseplatzierungen.

Festlegen der Eckdaten für das Linkbuilding

Wer selbst Linkbuilding betreiben will, braucht den Status und die Gaps: Wo fehlt es Deinem Backlinkprofil im Vergleich zu Wettbewerbern? Welche Arten von Links solltest Du aufbauen?

Neben der regelmäßigen Überprüfung gibt es Anlässe, zu denen sich eine Backlink Analyse besonders anbietet:

  • Deine Domain hat vermutlich eine Penalty erhalten.
  • Du hast einen neuen Wettbewerber identifiziert.
  • Du möchtest mit dem Linkbuilding beginnen.
  • Du möchtest effektiveres Linkbuilding betreiben oder die PR-Arbeit besser für SEO nutzen.
  • Ein Wettbewerber hat kürzlich erheblich an Sichtbarkeit zugelegt.

Woran erkennst du gute und schlechte Backlinks?

Es gibt Richtlinien, welche Backlinks hilfreich und welche potenziell schädlich sind - die Bewertung hängt aber immer auch von der Branche ab. Und: Gut rankende Wettbewerber ranken teilweise trotz eines schlechten Backlinkprofils gut, nicht deswegen. Als Faustregeln gelten:

  • Sind themenrelevant
  • Stammen von Domains mit hohem Trust
  • Bringen im besten Fall Traffic auf die Seite
  • Wurden gezielt auf einer relevanten Seite gesetzt statt pauschal seitenweit (z. B. im Footer)
  • Haben keinerlei thematischen Bezug
  • Stammen von einer Domain mit schlechten Werten bzw. schlechtem Backlinkprofil
  • Stehen in schlechter „Nachbarschaft“ (die Seite verlinkt auch auf Spamseiten)
  • Stammen von Seiten, die nicht indexiert sind

Fast alle Faktoren sind relativ - das gilt auch für Kriterien wie eine „nofollow“-Kennzeichnung oder den Ankertext.

Eine ausführliche Backlink Analyse ist ein komplexer Prozess, der sich je nach Fragestellung unterscheidet. Die wichtigsten Schritte haben wir Dir hier zusammengefasst:

1. Ziel der Analyse festlegen

Frag Dich zuerst, warum Du die Analyse durchführst: Gibt es einen konkreten Anlass, oder willst Du den Status Quo ermitteln? Das Ergebnis kann eine einfache Wahrscheinlichkeits-Antwort sein oder ein differenziertes Fazit mit konkreten Links und Domains.

Zu den häufigsten Zielen gehören:

Penalty verstehen

Ist die Sichtbarkeit innerhalb kurzer Zeit eingebrochen, gilt es die Gründe zu identifizieren - und zu verstehen, was Du dagegen tun kannst. Backlinks können ein Grund sein. Darum lohnt der Blick, ob sich das Backlinkprofil rund um die Penalty oder kurz davor verändert hat. Falls nicht, kann auch ein Update der Auslöser sein, das schlechte Backlinks erst jetzt bestraft.

Verstehen, warum Wettbewerber besser ranken

Eine vollständige SEO-Wettbewerbsanalyse beleuchtet neben dem Backlinkprofil auch OnPage-Faktoren wie Technical SEO, Content und Struktur. Die Backlink Analyse betrachtet das Puzzleteil Backlinks: Sind gute Links ein Grund für die Rankings der Wettbewerber - und was lässt sich daraus für die eigene Strategie lernen?

Grundlage fürs Linkbuilding

Vor dem Linkbuilding steht die Backlinkstrategie: Welche Arten von Links lohnen sich, wo liegen die Potenziale? Welcher Content wird bei Wettbewerbern gern verlinkt? Und wie wichtig ist Linkbuilding im Vergleich zu anderen SEO-Bereichen?

Backlinks sind nicht in allen Branchen gleich wichtig - je nach Wettbewerb kann Linkbuilding sekundär bis entscheidend sein. Für die Planung von Ressourcen und Budget ist diese Einschätzung unerlässlich: Wie wichtig sind Backlinks für Dein Thema - oder gehören mehr Kapazitäten in den Content?

2. Überblick über das Backlinkprofil erhalten

Schon der erste Überblick liefert wertvolle Erkenntnisse - aussagekräftig werden die Zahlen aber erst im Vergleich mit Wettbewerbern derselben Branche. Interessant sind vor allem:

  • Anzahl von Backlinks und verlinkenden Domains: Wie viele Backlinks zeigen insgesamt auf die Domain, und von wie vielen verschiedenen Domains stammen sie? Wie ist das Verhältnis von Backlinks zu verlinkenden Domains? Wichtig: Kein Tool erfasst 100 % aller Backlinks - die verschiedenen Backlinktools haben unterschiedlich große Datenbanken, für Vergleiche daher immer dasselbe Tool verwenden.
  • Backlinkentwicklung: Steigt oder sinkt die Anzahl? Gibt es drastische Sprünge?
  • Herkunft der Links: Was sind die wichtigsten Themen der verlinkenden Seiten? Gute Backlinktools ordnen Domains einem groben Thema zu - so zeigt sich, ob der Großteil der Links aus einem themenfremden Umfeld kommt. Passt die Sprache der verlinkenden Seiten zur Sprache Deiner Domain, und sind die Länder, aus denen die meisten Links stammen, plausibel und relevant?
  • Ankertexte: Welches sind die wichtigsten Linktexte? Wurde häufig die nackte URL oder der Domainname verwendet? Sind es Brand-Links mit dem Eigennamen, unspezifische Texte ohne Keyword (zum Beispiel „hier“) oder Ankertexte mit Keywords - und wie oft tauchen „Money Keywords“ auf? Brand-Links sind dabei mehr als eine Formalie: In derselben Ahrefs-Auswertung hing der Markenname als Ankertext mehr als doppelt so eng mit der Sichtbarkeit in AI Overviews zusammen wie die reine Backlink-Zahl.1
  • DoFollow vs. NoFollow: Welcher Anteil der Links trägt „nofollow“?
  • Bild- vs. Textlinks: Welche Art überwiegt?
  • Startseitenlinks vs. Deep Links: Bei den meisten Domains geht der Großteil der Links auf die Startseite (in ihren Varianten mit http/https, mit und ohne www). Welcher Anteil geht auf Unterseiten, und welches sind die wichtigsten Zielseiten?
  • Toolspezifische Kennzahlen: Gute Backlinktools bringen Kennzahlen mit, an denen sich die Stärke des Backlinkprofils auf einen Blick ablesen lässt - im Tool Majestic etwa Trust Flow und Citation Flow. Ein hoher Trust Flow deutet auf hochwertige Links hin. Auch die Entwicklung dieser Werte über die Zeit ist interessant.

3. Vergleich der wichtigsten OffPage SEO KPIs und Daten mit den Wettbewerbern

Vergleich der wichtigsten OffPage SEO KPIs und Daten mit den Wettbewerbern

Die Kriterien unterscheiden sich zwischen Branchen und Themen. Manche Unternehmen werden automatisch häufiger verlinkt, weil sie in der Öffentlichkeit stehen, viel Pressearbeit betreiben oder „newsworthy content“ anbieten. Andere Branchen - vor allem weniger internetaffine, deren Aktivität sich auf eine statische Website beschränkt - werden selten verlinkt. Lokale Unternehmen stehen naturgemäß häufiger in Verzeichnissen und Branchenbüchern - für andere Websites wäre genau das ein Zeichen eines minderwertigen Profils.

Alle OffPage-KPIs müssen deshalb ins Verhältnis gesetzt werden: Der Vergleich mit sichtbaren Wettbewerbern zeigt, welchen Stellenwert Backlinks in der jeweiligen Branche haben. Interessant ist außerdem, ob sich Gemeinsamkeiten zwischen den Wettbewerber-Profilen finden - daraus lässt sich ableiten, welche Linkbuilding-Strategien in der Branche funktionieren.

Gerade nach einer Penalty gehört der genaue Blick auf potenziell schädliche Backlinks dazu. Einen gewissen Anteil an Spam-Links hat fast jede Domain - problematisch wird es, wenn Umfang und Anteil im Branchenvergleich aus dem Rahmen fallen. Es geht darum, Links aus einem schädlichen Umfeld zu erkennen - etwa aus Spam-Netzwerken.

Einige Tools bringen eine Linkbewertung mit und liefern anhand bestimmter Kriterien einen ersten Überblick, zum Beispiel über eine unnatürliche Wortlänge auf der verlinkenden Seite. Es lohnt aber auch der manuelle Blick: spammige Begriffe im Domainnamen, das Themenumfeld, sehr niedrige Trust-Werte in Kombination mit anderen Auffälligkeiten, unplausible Sprachen und Länder. Bevor Du Maßnahmen ableitest, verschaffe Dir einen Überblick, um wie viele und welche potenziell problematischen Links es sich handelt.

Wichtig für die Einordnung (Stand 2026): Google betont seit Jahren, dass der Algorithmus unnatürliche Links überwiegend selbst entwertet - das Disavow-Tool ist nur noch für den Ausnahmefall gedacht, insbesondere wenn eine manuelle Maßnahme vorliegt.2 Panik-Disavows bei jedem Spam-Link sind unnötig und können sogar schaden.

Neben den schädlichen Links offenbart die Analyse vor allem Potenziale fürs Linkbuilding oder „Link Claiming“:

Broken Links sind Backlinks, die zwar noch bestehen, aber auf eine nicht mehr vorhandene Seite zeigen - und damit praktisch wertlos sind. Einige Tools exportieren sie direkt. Da der Link bereits besteht, stehen die Chancen gut, den Websitebetreiber um Korrektur zu bitten - alternativ helfen Redirects. Auch verlorene Backlinks bergen Potenzial: Vielleicht wurde der Link versehentlich entfernt, oder die verlinkende Seite existiert nicht mehr - dann lässt sich vielleicht eine ähnliche Seite derselben Domain finden, von der ein neuer Link gesetzt werden kann.

Domains, die viele Wettbewerber verlinken

Sehr hilfreich ist die Funktion, Domains zu finden, die mehrere Wettbewerber verlinken - aber nicht Dich. Sind es Branchenüberblicke, die sich ergänzen lassen? Artikel, Partnerschaften, Events? Wie kommst Du dort ebenfalls an einen Link?

Themen, die gern verlinkt werden

Erhalten bestimmte Themen der Wettbewerber besonders viele Backlinks - etwa Experteninterviews oder eine häufig verlinkte Ressource (Studie, Umfrage, White Paper)? Dann prüfe, ob Du Dein Unternehmen zu diesem Thema ebenfalls positionieren kannst.

Kampagnen und PR Maßnahmen der Wettbewerber

Lässt der Audit Rückschlüsse auf die Strategie der Wettbewerber zu? Gab es bestimmte Kampagnen oder PR-Maßnahmen? Wurde eine Ressource vor allem aus PR-Gründen erstellt und erhält viel Aufmerksamkeit? Positioniert sich der Wettbewerber als Experte zu einem Thema? Welche ähnlich vielversprechenden Maßnahmen kannst Du für Dein Unternehmen planen?

Für lokale Unternehmen: relevante Verzeichnisse

Verzeichnisse und Branchenbücher haben meist geringen Linkwert, gehören für lokale Unternehmen aber zum Profil. Viele Einträge entstehen automatisch und sind dann teils unvollständig oder falsch, andere musst Du selbst anlegen, einige kosten eine Gebühr. Der Blick auf die Wettbewerber offenbart Verzeichnisse, in denen ein Eintrag noch fehlt - und deckt automatisch entstandene, teils fehlerhafte Einträge auf.

6. Schlussfolgerungen und Maßnahmen ableiten

Am Ende stehen das Fazit und konkrete Maßnahmen. Auch wenn Backlinks nicht in jeder Branche die wichtigste Rolle spielen: Ein gewisses Maß an Linkbuilding ist für jede Website sinnvoll. Maßnahmen können auch heißen, fehlerhafte Links zu korrigieren oder PR-Aktivitäten gezielt auf lohnende Themen und Rankings auszurichten.

Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise:

  • Disavow und Backlinkabbau: Bei vielen schädlichen Links kann Abbau oder (im Ausnahmefall, siehe Schritt 4) ein Disavow-Eintrag sinnvoll sein.
  • Link Claiming: Seiten anschreiben, die das Unternehmen nennen, aber keinen Link gesetzt haben - dazu zählt auch der Umgang mit Broken Links.
  • Backlinkprofil der Wettbewerber „nachbauen“: Der Audit liefert die Inspiration, was in der Branche funktioniert - meist reichen ähnliche Seitenarten statt exakt derselben Domains.
  • Outreach & Linkbuilding: Themen, die nachweislich Backlinks bringen, gehören in die Content- und Outreach-Strategie: Welcher Content ist nötig, welche Ressourcen entstehen, wer wird angesprochen? Klassischer Outreach ist aufwendig - mit einer klaren Strategie dahinter steigt die Effizienz aber deutlich.

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Quellen

  1. Ahrefs (Louise Linehan) - An Analysis of AI Overview Brand Visibility Factors, 75.000 Marken, Spearman-Korrelation: Markenerwähnungen 0,664, Markenname als Ankertext 0,527, Backlinks 0,218; die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass Korrelation keine Kausalität belegt (26.05.2025): ahrefs.com/blog/ai-overview-brand-correlation (abgerufen 06.10.2026) ↩
  2. Google Search Console-Hilfe - Links zu Ihrer Website für ungültig erklären (Disavow-Tool; Hinweis, dass die Funktion nur bei manuellen Maßnahmen oder sehr vielen Spam-Links nötig ist): support.google.com/webmasters/answer/2648487 (abgerufen 28.09.2026) ↩
angel
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